Ein Anstieg um wenige bis keine Prozente ist derzeit die Nachrichtenlage bei Qiagen zum ersten Quartal. Seit Wochen geht es mit der Aktie deutlich bergab, seit dem Höchststand im Februar ein Minus von 40%. Der Konzern hat für das ganze Jahr keine besseren Botschaften zu bieten – außer die Ankündigung von Produktneuheiten in einigen Jahren. Neuer CEO dringend gesucht!

Zum ersten Quartal berichtet die Hamburger Evotec SE einen erwarteten verhaltenen Jahresauftakt, da der Vergleichszeitraum im vergangenen Jahr durch einen singulären Umsatzeingang geprägt gewesen sei. Mit neuen Fortschritten in neuen Partnerschaften sieht man sich aber eher wieder auf gutem Weg, aus der Talsohle herauszukommen. Die Börse reagiert verhalten positiv.

Wegen einer „Verlustsituation“ im Geschäftsjahr 2025 hat die Wacker Chemie AG auf der Hauptversammlung die Dividende gestrichen. Da die Energiekosten derzeit hoch sind, diese aber an Kunden weitergereicht werden, würde zwar die Umsatzprognose erhöht, die Gewinnprognose bleibe aber unverändert. Insgesamt setzt Wacker auf mehr Effizienz im Wandel des Industriesektors.

Die Sartorius AG hat erfolgreich eine 500 Mio.-Euro-Anleihe mit fünf Jahren Laufzeit platziert. Die Emission war mehr als vierfach überzeichnet, teilt das Göttinger Unternehmen mit, und ist mit 3,75 % verzinst. Die Mittel sollen vor allem zur Refinanzierung bestehender Schulden genutzt werden, darunter eine 2026 fällige Anleihe über 650 Mio. Euro.

Roche stärkt sich im Wachstumsmarkt der KI-gestützten Pathologie mit der Übernahme des US-Unternehmens PathAI für bis zu 1,05 Mrd. US-Dollar. Die Schweizer zahlen zunächst 750 Mio. US-Dollar, weitere 300 Mio. US-Dollar sind an Meilensteine gekoppelt. In der digitalen Pathologie geht es vor allem um effiziente Bildanalyse und eine Verknüpfung dieser Daten mit weiteren klinischen Daten und Biomarkerprofilen, um bessere Therapieentscheidungen treffen zu können.

Das MedTech‑Start-up Sedivention hat eine innovative ambulante Adipositas-Therapie entwickelt und konnte dafür eine Finanzierung in Höhe von 2,9 Mio. Euro einwerben. Die Finanzierungsrunde wird von bmp Ventures mit den IBG Fonds angeführt.

Bayer stärkt sein Ophthalmologie-Portfolio mit der Übernahme von Perfuse Therapeutics (San Francisco, USA) für bis zu 2,45 Mrd. US-Dollar. Im Fokus steht ein Phase II-Kandidat gegen Glaukom und diabetische Retinopathie mit Potenzial als krankheitsmodifizierende Therapie. Als Upfrontzahlung fließen 300 Mio. US-Dollar, der Rest ist an Meilenstein-Erfolge gekoppelt.

Die Bayer AG stärkt ihr Ophthalmologie-Portfolio mit der Übernahme von Perfuse Therapeutics und zahlt dafür bis zu 2,45 Mrd. US-Dollar. Im Fokus steht ein Phase II-Kandidat gegen Glaukom und diabetische Retinopathie mit Potenzial als krankheitsmodifizierende Therapie.

InflaRx N.V. (Jena) richtet seine Pipeline auf schwere Nierenerkrankungen neu aus und treibt die Entwicklung des C5aR-Inhibitors Izicopan voran. Parallel sichert sich das Unternehmen mit einer Kapitalerhöhung über 150 Mio. US-Dollar die Finanzierung bis zu entscheidenden klinischen Meilensteinen. Vermutlich haben die Fragezeichen zum Amgen-Wirkstoff geholfen.

Da der vorhandene Wirkstoff ähnlicher Ausrichtung von Amgen in den negativen Schlagzeilen gelandet ist, ergibt sich für Inflarx aus Jena eine Gelegenheit, den eigenen oralen C5aR-Inhibitor zu positionieren. Und diese Gelegenheit wird gerade beim Schopfe gepackt: InflaRx N.V. richtet seine Pipeline auf schwere Nierenerkrankungen aus und treibt die Entwicklung des C5aR-Inhibitors Izicopan mit einer parallelen Kapitalerhöhung über 150 Mio. US-Dollar voran, die die Finanzierung bis zu entscheidenden klinischen Meilensteinen liefern soll.